Bericht des Stiftungsratspräsidenten
Guido Wille-Minicus
Vorsorge mit Ausblick.
Das Anlagejahr 2024 kann trotz einiger volatilen Phasen insgesamt als sehr positiv bewertet werden. Von fallenden Zinsen profitierten nicht nur die globalen Aktienmärkte, sondern auch Obligationen. Besonders hervorzuheben ist die starke Entwicklung des US-Aktienmarktes (+ 25 %), während Europa (+ 12 %) und der Schweizer Aktienmarkt (+ 7.5 %) hinterherhinkten. Der Rückgang von Nestle (− 25 %) ist für das schwächere Abschneiden des Schweizer Marktes verantwortlich.
Auf der Zinsseite gab es im 2024 weitere Senkungen der wichtigsten Zentralbanken. Die Wachstumsund Inflationsprognosen wurden leicht nach unten revidiert, dürften aber immer noch zu hoch sein. Während die SNB den Leitzins deutlich nach unten auf ein Niveau von 0.5 % senkte, konnte der Obligationenmarkt Schweiz durch Aufwertungen stark zulegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) und vor allem die Zentralbank der USA (FED) verhielten sich deutlich restriktiver.
Diese Unterschiede könnten durch den gesunkenen Inflationsdruck und die Notwendigkeit, die Zinsdifferenz zur EZB auszugleichen, beeinflusst worden sein. Weitere Zinssenkungen werden im Verlauf des Jahres 2025 erwartet. Seit Mitte September gab es eine bedeutende Korrektur bei US-Staatsanleihen, die sich nach den US-Wahlen weiter verstärkte. Die Finanzmärkte schienen sich auf eine zweite Amtszeit von Donald Trump vorzubereiten, durch welche eine inflationstreibende Ausgabenpolitik nicht ausgeschlossen werden konnte. Zudem erteilten starke makroökonomische Daten den Erwartungen auf grössere Zinssenkungen vorerst eine klare Absage.
Damit bleibt Diversifikation weiterhin in einer jeden Anlagestrategie der Schlüssel zum Erfolg, damit von unterschiedlichen Märkten profitiert werden kann und auch bei Korrekturen die Auswirkungen überschaubar bleiben.
Der Goldpreis verteuerte sich um über 27 %. Trotz seiner hohen Kursgewinne hat Gold den Nachteil, keine Zinsen oder Dividenden zu erwirtschaften. Die geopolitischen Risiken, wie der Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt und die Unberechenbarkeit von Donald Trump, haben den Goldpreis stark begünstigt. Auch die politische Instabilität in Deutschland und Frankreich sowie die Goldkäufe von Zentralbanken autoritärer Staaten, sich von der USWährung unabhängiger machen wollen, unterstützen diese Nachfrage. Personalbestand Stiftung Sozialfonds per 31. Dezember 2024 Die Stiftung Sozialfonds beschäftigte zum 31. Dezember 2024 insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Unter Berücksichtigung von Teilzeitbeschäftigungen ergibt sich eine Äquivalenz von 11.7 Vollzeitstellen. Immobilienstrategie bildet den Grundstein für eine erfolgreiche und nachhaltige Vermögensveranlagung Die neue Immobilienstrategie der Stiftung Sozialfonds bildet den Grundstein für eine erfolgreiche und nachhaltige Vermögensanlage dieser Anlageklasse. Der Sozialfonds ist in Immobilien in Liechtenstein, der Schweiz und im Ausland (Anlagefonds) mit einer Zielquote von 17 % investiert, wobei der grösste Teil auf direkt gehaltene Immobilien in Liechtenstein entfällt. Diese Quote ist somit bedeutend, daher ist eine zukunftsorientierte Immobilienstrategie von grosser Wichtigkeit.
Entwicklung eines Generationenhauses in der Gemeinde Ruggell Als Ergebnis dieser neuen Immobilienstossrichtung hat die Stiftung Sozialfonds mit der Gemeinde Ruggell einen Baurechtsvertrag abgeschlossen, welcher die Entwicklung eines Generationenhauses im neuen Zentrum von Ruggell beinhaltet. Dieses Projekt soll als Vorzeigebau im Immobilienportfolio der Stiftung Sozialfonds dienen und die Grundlage für weitere solche Immobilien dienen. Dieses Generationenhaus soll mit barrierefreien Wohnungen sowie eine Arztpraxis und Tagesstruktur die Grundbedürfnisse der florierenden Gemeinde Ruggell abdecken.
Eschen, im April 2025
Guido Wille-Minicus, Präsident des Stiftungsrates